Bevor gepflanzt wird: Tipps für Nachbarn

Nachbarrecht und Abstandsregelungen für Anpflanzungen kennen und anwenden



Erst informieren, dann einpflanzen: Wer Gehölze in die Nähe der Grundstücksgrenze pflanzen möchte – beispielsweise als Sichtschutz zum Nachbarn oder zur Straße, kommt um das Thema Pflanzabstand zur Grenze nicht herum. Oder riskiert nachbarschaftlichen Streit. Abstandsregelungen für Pflanzungen sind dabei in den einzelnen Bundesländern teils sehr unterschiedlich in den jeweiligen Nachbarrechtsgesetzen geregelt. Das Grundprinzip aller dieser Regelungen ist jedoch gleich: Je höher die Pflanze, desto größer der Abstand zur Grundstücksgrenze.


Diese Regelungen haben zum Ziel, Nachbarn vor Beeinträchtigungen durch Bäume und Sträucher zu schützen, sei es vor Laub- und Fruchtfall, vor Schäden durch eindringendes Wurzelwerk oder die Verschattung von Gartenbereichen oder Wohnräumen.


Abstandsregelungen können so sowohl den vorgesehenen Pflanzplatz wie auch die Pflanzenauswahl selbst beeinflussen– vor allem bei beengten Gartensituationen und kleinen Grundstücksflächen. 


Informieren Sie sich daher schon bei der Planung einer Bepflanzung, für die Mindestabstände gelten könnten. Dazu möchten wir einen ersten Überblick geben und haben uns daher mit dem Thema Abstandsregelungen und Nachbarschaftsrecht näher beschäftigt. 

Die rechtliche Seite fassen wir ohne Gewähr zusammen und ergänzen diese um gärtnerische Aspekte – für eine dauerhafte und unstrittige Pflanzung. 


Apropros Streit: Viel Erfolg verspricht erfahrungsgemäß ein klärendes Gespräch zwischen Nachbarn. Oftmals sind die Wünsche z.B. zu pflanzlichem Sichtschutz sogar deckungsgleich, so dass – sehr platzsparend –eine Heckenpflanzung auf der gemeinsamen Grundstücksgrenze infrage kommt, die auch nur halbe Arbeit bei Heckenschnitt bedeutet…


Veröffentlicht in Baumschule am 04.06.2026 9:59 Uhr.

Das Grüne nach oben: Baumpflanzanleitungen

Wussten Sie, dass sich die Art, wie Sie als Kunde und wir als Baumschule einen Baum pflanzen, schon deutlich unterscheidet? 

Unsere wurzelnackt gepflanzten Jungbäume sind mit einem Stammumfang von 10/12 cm deutlich kleiner als die von uns fertig kultivierten Hochstämme mit Stammumfängen zwischen 16/18 und 20/25 und einer Drahtballierung bzw. einem festen Wurzelballen im Pflanzsack.


„Das Grüne nach oben“

(Alte Baumschulweisheit)



Ins Freiland pflanzen wir die Jungbäume mit unserer Pflanzmaschine: Diese zieht eine Pflanzfurche, in die in regelmäßige Abstände die Jungbäume gestellt werden und drückt anschließend die Furche wieder zu. Im Nachgang werden die Bäume manuell lotrecht ausgerichtet, Oberboden wo nötig ergänzt und das Wurzelwerk angetreten. Schließlich werden bei verbissempfindlichen Arten Verbissschutzmanschetten ergänzt. Eine voll schlagkräftiges Baumpflanzteam besteht dann aus 6 Personen.



Baumpflanzung im Freiland: Die gepflanzten Jungbäume bestehen im Grunde genommen aus ein wenig Wurzelwerk, langem geradem Stamm und einigen Knospen, aus sich denen die Baumkrone entwickeln soll. Gepflanzt wird hybrid mit Pflanzmaschine und Hand-/ Fußarbeit  



Die Jungbäume haben zunächst im Grunde genommen noch gar keine Krone und bieten dem Wind entsprechend nur wenig Angriffsfläche. Die Bäume werden daher auch nicht extra an Baumpfählen befestigt. Vor allem nach Stürmen und gleichzeitig belaubten Kronen bedeutet dies leider auch, dass schief gewehte Bäume nachgerichtet werden müssen.





Containerbaumquartier mit frisch getopften (oder besser: eingesackten) Jungbäumen



Für die Containerkultur werden die Jungbäume mit dem Wurzelwerk in die Pflanzsäcke gestellt und auf einer Rüttelplatte in Pflanzsubstrat eingetopft. Die fertig getopften Bäume werden in die Baumquartiere transportiert, aufgestellt und an die automatische Tropfberegnung angeschlossen. Da diese Bäume sich natürlich nicht über ihr Wurzelwerk im Boden verankern können, werden Containerbäume an stabile Stellagen angebunden.

 

Und wenn Sie einen Baum in Ihren Garten pflanzen wollen? Dann gibt es als fachliche Grundlage für den Garten- und Landschaftsbau die FLL-Empfehlungen für Baumpflanzungen (Teil 1 und 2), in denen Planung, Pflanzung und Pflege (Teil 1) sowie Standortvorbereitungen für Neupflanzungen, Bauweisen und Substrate (Teil 2) behandelt werden. 


So ausführlich soll es gar nicht sein?


Dann legen wir Ihnen einen Blick in unsere nagelneuen Baumpflanzanleitungen nahe – nein, nicht unsere Pflanzweise: Sie benötigen einen Spaten, keine Pflanzmaschine.

Diese haben wir sowohl für Bäume aus dem Freiland (Bäume mit Ballen) wie auch für Containerbäume erstellt:



https://bradfisch.de/media/Pflanzanleitung-Freilandbaum-26-03.pdf





https://bradfisch.de/media/Pflanzanleitung-Containerbaum-26-03.pdf





Ergänzend werden die Anleitungen durch eine Handreichung zum Thema Pflanzschnitt bei Hochstämmen, wobei diese sich als Überblick für einen fachgerechten Pflanzschnitt gedacht ist und gärtnerische Erfahrungen hier unbedingt von Vorteil ist. 


Sind Sie sich unsicher? Fragen Sie nach bei uns, oder beauftragen Sie (vor allem bei umfangreicheren Baumpflanzungen und deren erforderlichen Verankerungen) einen Fachbetrieb des Garten- und Landschaftsbaus.


Wir wünschen viel Erfolg bei der Baumpflanzung und vor allem: Gutes Anwachstum!







Veröffentlicht in Baumschule am 15.03.2026 18:00 Uhr.

Eckhard Rode geht in den Ruhestand

Wir verabschieden unseren langjährigen Betriebsleiter


„Wenn ich vor der Wahl stünde, ob ich noch einmal eine gärtnerische Karriere einschlagen sollte? Ich würde es genau so noch einmal machen!“


Das ist der Kern des persönlichen Fazits, dass unser langjähriger Betriebsleiter Eckhard Rode heute anlässlich seiner Verabschiedung gezogen hat.





Im Stoof Mudders Kroog im Freilichtmuseum 
Kiekeberg gab es Blumen, Geschenke und gute Wünsche - und von Bettina Stoldt und Eckhard Rode eine und eine sehr positive Rückschau auf den gemeinsamen Weg der vergangenen fast 18 Jahre



 Fast 18 Jahre lang war er bei uns als Betriebsleiter mit großem Engagement tätig. Als Verantwortlicher für Technik und Produktion war er Garant unserer Pflanzenqualität und hat in dieser Zeit viele Innovationen und Verbesserungen eingeführt. Der Produktion ist heute anzusehen, dass Bäume und Baumschule seine Leidenschaft sind.

 

Gleichzeitig hat er nach und nach ein Netzwerk in der Branche und im Gebiet aufgebaut. Kunden hat er voller Stolz die Pflanzen und Quartiere gezeigt, fachkundig erläutert und diese Erläuterungen mit zahlreichen Anekdoten gewürzt. Die vielen Verabschiedungsbesuche im Büro und guten Wünsche für den Ruhestand von Lieferanten und Kunden in den letzten Wochen waren sichtbares Zeichen seiner erfolgreichen und vertrauensvollen Netzwerkerei und des nachhaltig positiven Eindrucks, den er auf Lieferanten wie Kunden über all die Jahre gemacht hat.


Als Betriebsleiter hat er stets so im Sinne der Baumschule gehandelt, als wäre es sein eigener Laden. Stichwort eigener Laden: Auch in Sachen Mitarbeiterführung hatte Eckhard Rode ein sehr gutes Händchen, einen „guten Riecher“ und das Gen zur Teambildung. Genau dieses Team (zumindest diejenigen, die gerade nicht im Urlaub sind) hat heute im Freilichtmuseum Kiekeberg am Rande der Harburger Berge mit ihm und seiner Frau den Eintritt in den wohlverdienten Ruhestand gemeinsam gefeiert.




Michaela Neumeister übergibt das Freundebuch 

als persönliches Geschenk des Teams



Nach der Verabschiedung durch die Chefin (und Überreichung eines sehr  guten Baumschul-Abschlusszeugnis!) hat Eckhard Rode seinen beruflichen Weg nachgezeichnet und dabei besonders betont, wie wichtig eine gehörige Portion Spaß und der Teamgedanke in der Firma sind. Dieses Team hat für seinen nun ehemaligen Betriebsleiter zur Erinnerung ein sehr persönliches Freundebuch zusammengestellt.

 

Die ebenfalls überreichte Nachbildung einer Wandfliese des Alten Elbtunnels steht symbolisch für seinen vor allem in den letzten Jahren zunehmend und über die Maßen beschwerlichen Arbeitsweg durch den Elbtunnel – für den Weg nach Borstel-Hohenraden, der sich nach seinem Bekunden jedoch auch für ihn persönlich immer gelohnt habe.

 

Für die Baumschule wie für den Ruheständler brechen nun neue Zeiten an, die mit neuer Kreativität und neuen Erfahrungen gefüllt werden. Doch zuerst und vor allem ganz kurzfristig geht es auf die Lieblingsinsel Sylt - ein Abschiedsgeschenk, dass selbst Eckhard Rode kurz sprachlos machte.




Lieber Herr Rode,

lieber Eckhard,

 

auch an dieser Stelle nocheinmal ein großes Dankeschön für Deine Zeit bei der Firma Bradfisch. 


Alles Gute 


wünschen Bettina & das ganze Team



Veröffentlicht in Baumschule am 28.06.2024 19:45 Uhr.

Wir waren unterwegs!

Zu Besuch bei der Klaus-Groth-Schule Tornesch, haben wir im Rahmen des Berufsinformationsabends SchülerInnen einen Einblick in die Ausbildung zum/r GärtnerIn Fachrichtung Baumschule bieten können.

von Maren Meyer


DU bist nicht der Typ fürs Büro?

(Foto: Zoonar/Yuri Arcurs peopleimages.com)


Die SchülerInnen der Jahrgänge 9-12 konnten sich in mehreren Gesprächsrunden einen Überblick über die vielfältigen Tätigkeiten innerhalb der Baumschule verschaffen. In einer kurzen Präsentation sprachen wir die Beweggründe an, sich für den Beruf BaumschulgärtnerIn zu entscheiden, gaben einen Überblick über den Alltag während der Ausbildung, eine kleine Vorstellung unseres Betriebes und einen Ausblick über die zahlreichen Möglichkeiten nach der abgeschlossenen Ausbildung.



Unser Auszubildender Julian Matthiessen 

erzählt aus dem Baumschulalltag


Julian Matthiessen, unser Auszubildender im 1. Lehrjahr, war mit von der Partie und konnte den interessierten SchülerInnen auf Augenhöhe aus erster Hand von seinem Alltag bei uns berichten. Spannendes zu berichten hatte er genug, denn er war am gleichen Tag zum ersten Mal beim Pflanzen unserer Alleebäume dabei.


Zu gewinnen gab es auch etwas

In jeder Runde haben wir einen kleinen Wettbewerb veranstaltet, bei dem jeweils drei Freiwillige gegeneinander antraten, eine Carpinus mit Max-Zange zu stäben. Nach einer Einweisung durch unsere Verlademeisterin Michaela Neumeister und einer kleinen Übungsrunde, war der Ehrgeiz der SchülerInnen geweckt und der Wettbewerb im vollen Gange.


Über den Preis, eine Aronia, durften sich dann alle Mutigen freuen, die sich getraut haben. Natürlich mit einer Pflanzanleitung und einem kleinen Überblick, was das Superfood alles kann.


Unser Fazit?

Für uns war der Abend ein Erfolg und wir haben uns gefreut den SchülerInnen unseren Beruf und unseren Betrieb näher zu bringen. Nächstes Jahr sind wir bestimmt wieder am Start.




Veröffentlicht in Baumschule am 17.11.2023 10:31 Uhr.

Herzlich Willkommen Frau Meyer!

Wir haben Verstärkung im Vertrieb bekommen


Zum guten Start gab's Blumen: 
Unser Büroteam hat Verstärkung bekommen 


Wir freuen uns, dass seit Anfang September Frau Maren Meyer unser Team bei Vertrieb und im Kundenkontakt unterstützt. Frau Meyer bringt vielfältige Erfahrungen aus dem Dunstkreis des Oldenburger Baumschullandes mit nach Holstein.

Sie wird Ansprechpartnerin für unsere Kunden in Kommunen, aus dem Garten- und Landschaftsbau und im B2B unserer Branchenkollegen.

 

Wir wünschen Ihr einen guten Start im Team Bradfisch!

 

Im Büro bedeutet dies nicht nur reines Stühlerücken und einen Schreibtischwechsel für Frau Stoldt: Sie wird sich künftig neben der Kundenbetreuung und Akquisition gemeinsam mit unserem sehr erfahrenen Betriebsleiter Eckhard Rode verstärkt um die Baumschulkulturen, Technik sowie die Aufschulplanung kümmern.



Veröffentlicht in Baumschule am 01.09.2023 10:00 Uhr.

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Inh.: Bettina Stoldt, Dipl.-Ing. agr. (FH)

… die gute Schule für Ihre Pflanzen

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